Die Kunst in Vietnam entdecken

Vietnam hat seinen Besuchern sehr viel zu bieten. So ist die Rundreise Vietnam nicht nur eine Möglichkeit, um die zahlreichen Sehenswürdigkeiten der Region zu erkunden, sondern genauso kann man die Kunst in Vietnam entdecken. Hierbei stechen insbesondere drei Kunstrichtungen sehr stark hervor. Das sind die Seidenmalerei, die Lackmalerei und das Wasserpuppentheater. Was es damit auf sich hat, kann man bei einer Rundreise Vietnam erkunden. Erste Einblicke in diese traditionell vietnamesischen Kunstrichtungen wollen wir aber schon an dieser Stelle geben.

Die Seidenmalerei in Vietnam entdecken

Bei der Rundreise Vietnam wird man sicherlich auch den einen oder anderen Halt an einer der traditionellen Werkstätten für die Seidenmalerei machen. Dabei ist diese Kunstform in Vietnam bereits seit dem 13. Jahrhundert bekannt. In den letzten Jahren ist die Nachfrage nach Produkten aus der Seidenmalerei sehr stark angestiegen, so dass sich die Vietnamesen wieder vermehrt auf diese althergebrachte Kunst zurück besinnen.

Typisches Merkmal der vietnamesischen Seidenmalerei ist dabei die Verwendung zahlreicher bunter Farben. Dadurch unterscheidet sich die vietnamesische Seidenmalerei auch deutlich von der chinesischen Seidenmalerei, die weniger Farben verwendet. Zum Einsatz kommen vorwiegend Naturfarben. Die hauptsächlich dargestellten Motive entstammen der Natur, seltener werden auch Menschen verewigt.

Die vietnamesische Lackmalerei

Die Lackmalerei stammt ursprünglich aus China und kam erst im 15. Jahrhundert nach Vietnam. Dort wird die Lackmalerei mittlerweile aber als echte Kunst angesehen. Der Lack selbst wird aus dem Lackbaum, der auch als Cay Son bekannt ist, gewonnen. Er ist entweder weißlich oder bräunlich eingefärbt und eignet sich für den Überzug der unterschiedlichsten Materialien. Bevorzugt werden aber Hölzer damit bearbeitet, insbesondere das Teakholz, das Holz der Lorbeeren und der Jackfruit.

Die Oberfläche muss dabei zunächst mit einer Fixierschicht vorbehandelt werden. Anschließend wird eine hauchdünne Lackschicht aufgetragen, die wenigstens eine Woche trocknen muss. Danach erst kann sie poliert, geschliffen oder mit einer weiteren Lackschicht überzogen werden. Damit die Lackmalerei Vietnams wirklich als solche angesehen wird, müssen wenigstens elf Lackschichten aufgetragen werden. Sehr wertvolle Stücke enthalten aber auch mehr als 100 Schichten, so dass sich deren Herstellung durchaus über Jahre hinweg ziehen kann.

Vielfach finden sich auch Einlegeprodukte in den Lackschichten, wie Perlmutt, Plättchen aus Gold oder Silber und zerstoßene Eierschalen. Vorwiegend werden bei der Lackmalerei in Vietnam die Farben Braun, Schwarz und Grün verwendet. Besonders schöne Lackmalereien entstehen aber auch aus mehrfarbigen Schichten.

Das vietnamesische Wasserpuppentheater

Das Wasserpuppentheater ist die vietnamesische Antwort auf das klassische Marionettentheater. Statt einfacher Marionetten werden hierbei Holzfiguren verwendet, die bis zu 70 Zentimeter hoch sein dürfen. Sie werden von Akteuren gesteuert, die hüfttief im Wasser stehen und hinter einer Bambuswand verborgen bleiben. Dadurch hat es den Anschein, als würden die Holzfiguren auf der Oberfläche eines Sees agieren. Bei fast jedem dörflichen Fest in Vietnam werden diese Wasserpuppentheaterspiele aufgeführt.


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