Kunst aus Keramik – eine besondere Kunst

Eine ganz besondere Kunstform ist die Kunst aus Keramik. Keramik entsteht aus Erde, die zu Ton wird. Durch die Verbindung mit Feuer, nämlich dem typischen Brennen, werden die entstandenen Kunstwerke gehärtet. Dadurch können sie eine lange Haltbarkeit und eine besonders starke Robustheit entwickeln. Die Kunst aus Keramik entwickelte sich jedoch erst deutlich später.

 

Ursprünglich wurden aus Ton Gegenstände für den täglichen Gebrauch hergestellt, wie etwa Krüge, mit denen man Wasser holen konnte. Zunächst wurden diese Krüge getöpfert, also aus Ton aufgebaut. Anschließend wurden sie im Ofen gebrannt, so dass sie aushärten und haltbar gemacht werden konnten. Diese alltäglich verwendeten Dinge begründeten die Kunst in Keramik, die heute zahllose Ausstellungen und Museen erobert.

 

Später erst entdeckte man, dass durch Verzierungen, unterschiedlich gestaltete Oberflächen und spezielle Brennverfahren aus einem rein praktischen Gegenstand eine Zierde werden konnte. Die Kunst in Keramik war entstanden und fortan beschäftigten sich bildende Künstler mit dieser Form der Kunst.  Gerne wird Kunst aus Keramik heute ausgestellt und betrachtet, gesammelt, aber auch verschenkt. Der Siegeszug der Keramik-Kunst ist nicht mehr aufzuhalten.

 

Typische Entstehung von Kunst aus Keramik

 

Üblicherweise befasst sich ein Künstler, der Keramik bearbeitet, zunächst mit dem Ton. Das Töpfern muss bereits sehr gut beherrscht werden, damit die tatsächliche Kunst aus Keramik entstehen kann. Vielfach kommen den Künstlern Ideen für neue Formen, Oberflächen, Verzierungen und Co. in den unpassendsten Augenblicken. Dann ist es wichtig, diese Ideen zu bewahren. Viele Künstler haben deshalb stets einen Block bei sich, auf dem sie erste Skizzen und Entwürfe für ihr neuestes Kunstwerk festhalten. Somit kann die plötzlich gekommene Idee nicht mehr verloren gehen.

 

Später werden die Skizzen und Entwürfe regelmäßig weiter ausgearbeitet. Feinheiten werden vermerkt, Kleinigkeiten hinzu gefügt oder entfernt, und zwar solange, bis der Künstler vollkommen zufrieden mit seiner Skizze, seinem Entwurf ist. Anschließend erst folgt der Weg ins Atelier.

 

Vom Töpfern bis zum Brennen

 

Im Atelier schließlich setzen die Künstler sich an die Töpferscheibe. Aufwändige Handarbeit ist hierbei gefragt und Angst vor schmutzigen Händen darf man ebenfalls nicht haben. Das Töpfern kann dafür aber selbst bei Laien sehr entspannende Wirkungen erzielen. Aus Ton wird nun die Grundform des neuen Kunstwerks aufgebaut. Sobald diese steht, können Verzierungen in die Oberfläche eingearbeitet werden oder es werden einzelne Ecken heraus gebrochen, um so die Form noch besser zur Geltung zu bringen. Hat das Kunstwerk seine vollendete Form erreicht, wird es einmal, je nach Künstler auch zwei Mal gebrannt. Dabei sollten Temperaturen um die 1.230 Grad Celsius erreicht werden, mit einem handelsüblichen Elektro-Ofen kann man also Kunst aus Keramik nicht herstellen.

 

Nach dem Brennen werden viele Kunstwerke noch mit einer Lasur versehen, die sie schützen soll. Dadurch soll es gelingen, die Kunstobjekte vor Witterungseinflüssen und anderen Einflüssen zu schützen. Das ist insbesondere für Kunstwerke von Bedeutung, die im Außenbereich eingesetzt werden sollen, wie Pflanzschalen oder Gartendekorationen.


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